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Studie

Chinesische Regulierung gegen Gamingsucht bei Jugendlichen wirkungslos

Eine internationale Studie anhand sieben Milliarden Stunden Spielzeit kommt zu dem Schluss, dass die Regulierungen der chinesischen Regierung gegen Videospielsucht bei Jugendlichen wirkungslos bleibt. Mögliche Gründe: Neben der Umgehung der Begrenzungen durch die Jugendlichen auch die zweifelhafte Implementierung der Gamesindustrie.

Pascal Wagner11.08.2023 06:30
Synced Screenshot
Halten sich im Wesentlichen an die Regeln, dank ihrer Größe: Tencent Games stehen unter anderem hinter dem kommenden Multiplayer-Sci-Fi-Shooter "Synced". Tencent Games

Eine aktuelle Studie diverser Forscher:innen aus unterschiedlichen Fachbereichen und Universitäten hat sich der Maßnahmen der chinesischen Regierung gegen Videospielsucht angenommen. Die Studie von David Zendle, Catherine Flick, Elena Gordon-Petrovskaya, Nick Ballou, Leon Y. Xiao und Anders Drachen ist unter dem Titel "No evidence that Chinese playtime mandates reduced heavy gaming in one segment of the video games industry" im Journal Natural Human Behaviour erschienen. Wie der Titel bereits ausdrückt, kommt die Studie zu einem kritischen Ergebnis. "Anhand von Telemetriedaten über mehr als sieben Milliarden Stunden Spielzeit, die von einem Interessenvertreter der Videospielindustrie zur Verfügung gestellt wurden, fanden wir keine glaubwürdigen Beweise für eine allgemeine Verringerung der Prävalenz von intensiver Spielzeit nach der Umsetzung der Regulierungen", so die Studie. Besagte Regulierungen wurden von der Regierung der Volksrepublik China im November 2019 eingeführt. Sie beschränken die tägliche Spielzeit für Spieler:innen unter 18 Jahren auf 1,5 Stunden Spielzeit und 3 Stunden an Feiertagen. Die gesetzlichen Altersverifikationen und Spielgrenzen werden von den Unternehmen umgesetzt und konnten mit Einverständnis der Eltern umgangen werden.

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